Komposttechnologien

Belüftungstechnik

Lüftungskonzepte „frische Luft schnappen”

Leider sind Abfallbehandlungsanlagen immer wieder mit „faulen“ Gerüchen, Krankheitskeimen und Sporen belastet. Dazu kommen Dieselmotoren, Wasserdampf, Bioaerosole und viele andere Inhaltsstoffe, die die Luft für Mensch und Maschine teilweise nur schwer erträglich machen.

Mit intelligenten Lüftungskonzepten versuchen wir, auf diese Bedingungen einzugehen. Es werden von uns praktische Lösungen geplant, die auch in der Praxis umsetzbar sind. Dazu werfen wir unser ganzes Know-How in die Waagschale, dass

  • die Anforderungsbedingungen für die Lüftungskonzepte stimmen
  • Ihre Mitarbeiter, Ihre Maschinen, Ihr Bankkonto und vor allem Sie morgen noch „frei durchatmen” können

Die COMPOair Lüfter sind speziell für die „ungünstigen“ Bedingungen“ auf biologischen Abfallbehandlungsanlagen modifiziert. Verschiedene Baugrößen stehen zur Verfügung, damit wir jede Anlage und jeden Mietenstrang individuell auf Ihre Bedürfnisse auslegen können. Damit werden optimale Volumenströme bei gleichzeitig günstigen Betriebskosten möglich. Auf Wunsch kann auch eine Ansteuerung über Frequenzumrichter erfolgen.

Abhängig von den baulichen Gegebenheiten oder den zu verarbeitenden Materialien ist es notwendig, die Belüftung im Saug- oder Druckbetrieb auszulegen. COMPOair Lüfter werden für beide Betriebsarten ausgelegt. Dazu kann jeder Belüftungsstrang individuell betrieben werden.

Optional können alle Lüfter in einer vorgefertigten Lüfterzentrale (COMPOtainer) zusammengefasst werden. Dieser wird komplett vorinstalliert inkl. Lüfter, Verrohrung und Abluftrohr auf die Anlage geliefert und reduziert so deutlich die Schnittstellen zwischen den einzelnen Baugewerken.

Galerie:

Beton bewährte sich in der Abwassertechnik seit Jahrzehnten – wir haben auf diese langjährige Erfahrung zurückgegriffen und so die Vorteile von Betonrohren (Überfahrbarkeit, kostengünstige Anschaffung und Verlegung, langjährige Beständigkeit gegenüber aggressiver chemischer Stoffe) in unser Belüftungssystem integriert.

Große Rohrquerschnitte erzielen eine gleichmäßige Luftverteilung über die gesamte Mietenlänge. Dadurch sind auch hohe Stranglängen (bis 100 m) realisierbar. Speziell entwickelte Belüftungsdüsen verringern das Verstopfungsrisiko auf ein technisch mögliches Minimum. Die optimale Ausformung des Abflussquerschnittes ermöglicht eine einfache Abfuhr des Sickerwassers.

Das COMPOair Betonbelüftungsrohr wird direkt in die Rottefläche (Infloorbelüftung) eingebaut und kann mit jedem Gerät (geprüft auf einen Schwerlastwechsel von 60 Tonnen) überfahren werden. Das innovative Baukastensystem erlaubt eine Anpassung an jede Anlagengröße. Im Falle einer Anlagenvergrößerung können auch die Belüftungsstränge nachträglich verlängert werden. Die Verlegung erfolgt rasch und kostengünstig.

Das COMPOair Betonbelüftungsrohr kann sowohl bei neuen Anlagen und als auch in bereits bestehende Rotteflächen eingebaut werden.

Druckprüfungstest:

Ein „Nicht-Statiker“ kann sich oft schwer vorstellen, was es bedeutet, dass unsere Belüftungsrohre eine Scheiteldruckkraft im nichteingebauten Zustand von mehr als 180 kN/m gemäß ÖNORM B5074:2012 (EN 1916:2008) aushalten.
Zur besseren Vorstellung dieser normativen Angabe haben wir uns einen einfachen Versuchsaufbau überlegt:
Die Betonbelüftungsrohre wurden auf einer geschotterten Fläche (nicht 100 % eben, Verdichtungsgrad < 100 %) ohne seitliche Schüttung aufgebracht (Simulation eines „Worst Case“-Einbaus) und danach mit verschieden schweren Geräten befahren.

Versuch 1: Befahrung der Belüftungsrohre mit einem Radlader
In diesem Versuch wurde die Befahrung durch einen üblich in der Kompostierung eingesetzten Radlader simuliert. Der Radlader wurde so ballastiert, dass das Eigengewicht (ca. 13 t) plus ein Zusatzgewicht (ca. 3 t) nur auf die Vorderräder wirken, damit eine Belastung von 8 t pro Vorderrad erzielt wird. 

Versuch 2: Befahrung der Belüftungsrohre mit schwerstem Gerät
Das schwerste uns zur Verfügung stehende Gerät war ein 44 t schweres Materialmanipulationsgerät. Durch die Belastung mit einem ca. 2 t schweren Betonblock bei voll ausgefahrenem Auslegerarm konnte eine Konzentration der Ballastierung auf eine Seite von 33 t (16,5 t je Rad) erzielt werden. Zum besseren Größenvergleich ist auch der im Versuch 1 verwendete „handelsübliche“ Radlader mit im Bild. 


Fazit:
Der Versuchsaufbau stellt optisch eindeutig dar, dass die Belüftungsrohre problemlos mit jedem auf einer Kompostanlage zur Verfügung stehenden Gerätschaft befahren werden können. Aus den Prüfprotokollen der Qualitätsüberwachung ist ersichtlich, dass ein mehr als doppelt so schweres Gerät, als im Versuch 2 eingesetzt wurde, verwendet werden müsste, um in den Bereich der Bruchlast der Rohre zu gelangen. 

Ein Video zum Versuch finden Sie hier:

Galerie:
Videos:
Druckprüfung

Der COMPOtainer ist eine vorgefertigte Lüfterstation, der komplett vormontiert als "Plug und Play"-Lösung auf der Baustelle angeliefert wird. Optional kann im COMPOtainer ein klimatisierter Schaltschrankraum integriert werden. Dadurch werden Schnittstellen zu anderen Baugewerken auf ein Minimum reduziert und vereinfacht. Außerdem bietet der COMPOtainer Schutz vor Diebstahl und reduziert Geräuschemissionen deutlich. 

Im Falle einer Saugbelüftung wird die Abluft in einem Sammelrohr zusammengeführt und direkt an den Biofilter weitergeleitet. 

Galerie:
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